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Beschreibung
der Einrichtung
Das
SCHÜLERINTERNAT JUDENAU (SIJ) betreut Kinder und Jugendliche beiderlei
Geschlechts vom Kindergartenalter bis zur Volljährigkeit, und darüber
hinaus bis zum Ende ihrer Ausbildung (Lehre, u.a.). Außer der
Sozialpädagogischen Betreuungsbrücke sind auch individuelle
Nachbetreuungsangebote möglich, wobei die Jugendlichen bei allen
Problemen die Verselbständigung betreffend, wie Wohnungssuche,
Mietvertragsunterzeichnung, Inventarbeschaffung etc. die Hilfestellung der SozialpädagogInnen sowie der Internatsleitung in Anspruch nehmen können.
Schwerpunkte in den Schülergruppen sind neben der individuellen pädagogischen
Betreuung die intensive Lernförderung und die ständigen Kontakte mit den
diversen Schulen. Bei besonderen Problemen stehen den Kindern und
Jugendlichen spezielle Therapieangebote zur Verfügung. Freizeitangebote
anzunehmen, sowie die Möglichkeit, diese Zeit nach eigenen Wünschen zu
gestalten, bleibt den Kindern und Jugendlichen offen. Es können
Geschwister zusammen untergebracht werden. Regelmäßige
Kontakte mit der Herkunftsfamilie, als auch die Arbeit mit den Angehörigen
sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Aufgaben. Die intensive
Zusammenarbeit mit den zuständigen Jugendabteilungen, wo Ziele überprüft
bzw. erneuert werden, ermöglicht uns, Veränderungen zum Vorteil der
Kinder zu erreichen. |
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Das Schülerinternat bietet ca. 72 Kindern und Jugendlichen in insgesamt
8 in sich abgeschlossenen Wohneinheiten Platz.
Gruppengröße je nach Altersstufe: max.10 Kinder.
Eine Gruppe wird von 2 SozialpädagogInnen und 1 Wirtschafterin betreut.
Jeweils 3 Gruppen stehen 2 zusätzliche SozialpädagogInnen für spezielle
Aufgaben (Förderungen,...) zur Verfügung.
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Gruppenstruktur
- zwei Kleinkindergruppen (koedukativ)
- zwei Mädchengruppen - Schüler
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eine Mädchengruppe - Schüler, Lehrlings- und weiterführende
Schülergruppe
- drei Bubengruppen -Schüler
Diese derzeitige Einteilung kann, da jede Gruppe eine in sich geschlossene
Einheit ist, jederzeit den Erfordernissen entsprechend verändert werden.
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Alter/Geschlecht
3 - 18 Jahre/Buben und Mädchen
Selbstverständlich besteht die Möglichkeit
auch darüber hinaus, bis zum Schul- oder Lehrabschluss bzw. bis zur
Verselbständigung im Schülerinternat zu bleiben. |
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Aufnahmekriterien/Indikation
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Kinder/Jugendliche mit
Lerndefiziten und Schulproblemen; Kinder aus einem besonderen familiären
Spannungsfeld, sowie Kinder denen aufgrund der familiären Situation die
notwendige Unterstützung und Geborgenheit nicht zuteil werden kann,
respektive gefährdete Kinder (physische und psychische Misshandlungen,
sexueller Missbrauch,..).
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Aufnahmevoraussetzung
Das gesamte Aufnahmeprocedere läuft über das Leitungsteam (Hr. Bayer und Fr. Mag. Fibi ) des Schülerinternats.
- Sofern nicht zum Wohle des Kindes eine Krisenintervention getroffen
werden muss, sollen alle an der Erziehung beteiligten, aber auch das Kind
selbst, die Unterbringung vorbereiten können.
- Telefonische Anfrage an das Leitungsteam (02274/7844-0) und Abklärung
der Rahmenbedingungen sowie erste Zieldefinierung der Unterbringung.
- Vorstellungsgespräch mit
Besichtigung des Internates und der in Frage kommenden Gruppe; wenn nötig,
kann auch ein Schnuppertag vereinbart werden.
- Aufnahmegespräch, wo Vorstellungen bezüglich Erziehungsziel,
Besuchsregelung, Unterbringungsdauer und auch allfällige Wünsche und
Fragen der Kinder und deren Angehörigen genau besprochen werden sollen.
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Aufnahmemodus
Bei
der Aufnahme des Kindes sollen, wie im Aufnahmegespräch besprochen, die
persönlichen Sachen des Kindes (Bekleidung, Spiel-, Sport- und
Musikgeräte, Kuscheltiere, etc.) sowie alle erforderlichen Unterlagen mitgebracht werden.
-
Dokumente und Zeugnisse
- Gutachten des Kinder- und Jugendpsychologischen Beratungsdienstes (KJB)
und sofern
vorhanden, auch andere
psychologische Gutachten
- ärztliche Befunde, Impfpass und Medikamente
- Erhebungsbogen und Sozialbericht
- Kostenübernahmeerklärung
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Ablehnungskriterien/Kontraindikationen
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Ausbildungsmöglichkeiten
Im
Schülerinternat ist eine breite Palette an Ausbildungsmöglichkeiten
gegeben:
Intern
ist der NÖ Landeskindergarten untergebracht und eine
Sondererziehungsklasse
(SES-Klasse) des Sonderpädagogischen Zentrums Ollern
Extern
sind Schulen und Lehrausbildungsstätten. Volksschule,
Hauptschule, Polytechnische Schule, Sonderpädagogisches Zentrum,
Hauptschulabschluss für Sonderschüler, sowie Musik- u. Sporthauptschule,
Gymnasium; Berufsbildende Höhere Schulen und Fachschulen in Tulln, Krems,
St. Pölten, Hollabrunn und Wien sind vom Schülerinternat Judenau durch
ausgezeichnete Bahn- und Busverbindungen gut erreichbar.
In
gut geführten Lehrbetrieben im Großraum Tulln können die meisten
Jugendlichen ihre Lehrausbildung absolvieren und die Berufsschulen der
diversen Lehrzweige in den verschiedenen Bundesländern besuchen.
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Fachpersonal
1 Internatsleiter, 2 pädagogische
Leiterinnen
1 Gesundheitskoordinatorin
28 SozialpädagogInnen
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Fachpersonal
auf Konsiliarbasis
Schulpsychologin
Klinische Psychologin Psychotherapeutin Musiktherapeutin
Ergotherapeutin Logopäde Legasthenietrainerin |
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Pädagogische Qualitätsstandards auf Teamebene
- Dienstübergaben mit der Leitung (täglich)
-
Dienstbesprechungen mit SozialpädagogInnen (wöchentlich)
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Teambesprechungen mit SozialpädagogInnen (monatlich)
-
Besprechung auf Leitungsebene und Austausch mit SozialpädagogInnen (nach
Bedarf)
- Hauskonferenzen
- Regelmäßig
tagende Arbeitsgruppe (mit Geschäftsführung, Leitung,
Vertreter/innen der SozialpädagogInnen)
- Supervision
(Gruppe und Einzel)
- Interne/externe
Fort- und Weiterbildung
- Organisationsentwicklung |
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Medizinische Betreuung
- Sozialpädagogin als Beauftragte für das
Gesundheitswesen
-
Praktischer Arzt
-
Fachärzte
(Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie)
-
Krankenhäuser und Kliniken in Tulln (Abt. für Kinder- und
Jugendpsychiatrie und Psychotherapie), St. Pölten, Krems und Wien |
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Spezielle
Förderangebote
- Sonderpädagogische Einzelförderung durch
eine speziell ausgebildete Sozialpädagogin
-
Intensive Lernbetreuung in der Gruppe
- Nachhilfeunterricht
in den Hauptgegenständen
- intensive
Zusammenarbeit mit den Schulen
-
Deutschkurse für Kinder und Jugendliche mit nicht deutscher
Muttersprache
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Sportliche
Möglichkeiten/Freizeitangebote
Spielplatz,
Fun-Court, Hartplatz, Rodelberg
Turnsaal, Fußballplatz, Tischtennis
Freizeitgestaltung am Wochenende (Radtouren, Wanderungen, Kino, Theater,
Besuch von Frei- und Hallenbädern, Eislaufen)
Erlebnispädagogische Aktivitäten
Spezielle Angebote in den Ferien (Ferienlager am See, am Meer, in den Bergen, Zeltlager, Schitage;
für die Kleinen: Urlaub am Bauernhof) Theaterinitiativen und
Chorgruppen mit speziellem Einsatz bei Festen und Feiern Mitwirkung
bei der Gestaltung von Basaren Kreative Tätigkeiten zur
Gruppengestaltung
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Sozialpädagogische
Betreuungsbrücke für Jugendliche
(SBJ) |
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Beschreibung der Betreuungsform
Die SBJ in Judenau und Tulln ist ein Angebot für Jugendliche respektive junge Erwachsene
des Schülerinternates, das zwischen der stationären Betreuung im
Internat und der selbständigen Lebensführung angesiedelt ist. |
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Zielgruppe für die SBJ
Jugendliche, welche schon längere Zeit im
Schülerinternat untergebracht sind, ihre Ausbildung (Lehre, Anlehre, AMS
- Projekt, weiterführende Schule) in absehbarer Zeit beenden werden,
jedoch zur Verselbständigung noch eine "Brücke" brauchen.
Nicht möglich ist eine Aufnahme in die SBJ für Jugendliche, die direkt
aus Familien oder anderen Institutionen kommen, auch wenn die
Voraussetzungen der Zielgruppe vorhanden wären. |
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Aufnahmebedingungen
- Mindestalter 16 Jahre
- Zustimmung des Jugendlichen zur SBJ
- Gewisses Maß an Selbständigkeit und
Eigenverantwortung
- Aufrechtes Lehr- oder Arbeitsverhältnis,
Schulbesuch, ....
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SBJ - Judenau
Sozialpädagogische Betreuungsbrücke im Sinne des Innenbetreuten Wohnens. |
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Dafür bietet das Nebengebäude der "Villa"
(ehemaliges Lehrlingshaus) in
9 Garconnieren 11 älteren Jugendlichen (Burschen) Platz. |
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SBJ - Tulln
Sozialpädagogische Betreuungsbrücke im Sinne
des Außenbetreuten Wohnens. |
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Die 4 Wohnungen der Sozialpädagogischen
Betreuungsbrücke in Tulln befinden sich in 3 Wohnhausanlagen in
unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. In den 4 Wohnungen ist Platz für 8
Jugendliche und jugendliche Erwachsene beiderlei Geschlechts. |
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Jedem Jugendlichen steht ein eigener
Schlafraum zur Verfügung, Wohn-, Koch-, Bad- und Sanitärbereich werden
gemeinsam genutzt. |
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ZIELSETZUNG
Leitbild für dieses Angebot ist: Erziehung durch Beziehung "5
Säulen" nach Petzold Kontrolliertheit durch Beziehung zur
Institution Subsidiarität der Hilfestellung von der Vollversorgung
zur Eigenverantwortung |
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Nahziel:
Langsames Hineinwachsen in mehr Eigenverantwortung selbständig
aufstehen, Hausübungen ohne vorgeschriebene Lernstunden verrichten, mit
dem "Mehr" an Freiheit umgehen zu lernen, bei Krankheit Firma oder
Schule selbst zu informieren. Wäsche waschen, trocknen, bügeln....
unter Anleitung erlernen. |
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Fernziel:
Beendigung der Schul- bzw. Lehrausbildung Wohnungssuche,
Adaptierung, Einrichtung.... eigene selbständige Lebensführung |
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Dauer: Maximal bis zur Großjährigkeit Schul- Lehr- und
Ausbildungsende, Verlängerung bis zur endgültigen Verselbständigung sind
möglich, bedürfen jedoch der Bewilligung des zuständigen Jugendamts und
werden nur gegeben, wenn dies der Ausbildungssituation und der weiteren
Entwicklung dienlich ist. |
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Leistungen der Jugendlichen:
Einhaltung der Hausordnung sowie der Vereinbarung Einhalten der
"Spielregeln" die das Zusammenleben erfordert Mithilfe bei
der Alltagsgestaltung - Gruppendienlichkeit |
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