„RETTET DAS KIND“ NÖ in Zahlen
"RETTET DAS KIND" NÖ in Bildern
"RETTET DAS KIND" NÖ und seine Zielsetzungen
"RETTET DAS KIND" NÖ und das Schloss Judenau
Geschichte von „RETTET DAS KIND“
Am 19. Juni 1957
fand die Gründungsversammlung von „RETTET DAS KIND“ NÖ statt. In seiner nunmehr
50-jährigen Geschichte hat sich der Verein zu einem der größten privaten
Anbieter von Einrichtungen und Betreuungsangeboten in der Jugendwohlfahrt
Niederösterreichs entwickelt. Die 143 MitarbeiterInnen sind an den 19 Standorten
in weiten Teilen des Bundeslandes tätig. Eine stolze Bilanz.
Von Beginn an
begleitet das Schloss Judenau die Schicksale von „RETTET DAS KIND“ NÖ. Zunächst
waren darin 1957 die ungarischen Flüchtlingskinder zu betreuen. 1961 entstand
hier die wohl bekannteste Einrichtung des Vereines: das Schülerinternat
Judenau. „RETTET DAS KIND“ NÖ wird als privater und gemeinnütziger Verein
geführt. Dr. Wolfgang Apfelthaler ist seit 1991 Geschäftsführer.
„RETTET DAS KIND“ NÖ in Zahlen
„RETTET DAS KIND“ NÖ arbeitet im Auftrag der öffentlichen Jugendwohlfahrt. Entwicklung von zwei Zweigen der Betreuung: stationäre Einrichtungen („Volle Erziehung“) und mobile bzw. ambulante Formen der Betreuung („Unterstützung der Erziehung“). Die Einrichtungen und Betreuungsangebote sind unter der Bezeichnung "Sozialpädagogische Einrichtungen Schloss Judenau" zusammengefasst.
- die Zentrale Verwaltung und Geschäftsführung
- das Schülerinternat Judenau (seit 1961)
- mit angeschlossener Betreuungsbrücke für Jugendliche (betreutes Wohnen) (seit 2001)
- die Außenwohngruppen (seit 1975) an 9 Standorten
- mit angeschlossenen Formen des Betreuten Wohnens
- die wohngruppe airbag (seit 2001)
- mit angeschlossenen Formen des Betreuten Wohnens
- die Sozialpädagogische Familienhilfe (seit 1991) an 5 Standorten
- die Sozialpädagogischen Tagesgruppen für SchülerInnen (seit 1993) an 4 Standorten
- Zusätzlich werden Sonderprojekte des betreuten Wohnens für alleinerziehende Mütter mit Kindern geführt.
„RETTET DAS KIND“ NÖ ist an 19 Standorten in NÖ zu finden.
Zahlen der betreuten Kinder/Jugendlichen /Familien
Die Zahl der betreuten Kinder und Jugendlichen: etwa 220 jährlich
Die Zahl der betreuten Familien: etwa 175 jährlich
Im Detail:
- 184 Kinder und Jugendliche und junge Erwachsene finden in den Einrichtungen der „Vollen Erziehung“ ein kurz-, mittel- oder langfristiges Zuhause
Das sind: Schülerinternat, Außenwohngruppen, wg airbag, betreutes Wohnen
- 175 Familien werden pro Jahr durch die Sozialpädagogische Familienhilfe in 13 NÖ Bezirken und Magistraten betreut.
- Zwischen 40 und 50 Kinder finden in den Sozialpädagogischen Tagesgruppen für SchülerInnen Unterstützung und Förderung
Anzahl der MitarbeiterInnen
143 MitarbeiterInnen sind in der Betreuungsarbeit, in den Wirtschaftsbereichen und in der Verwaltung tätig.
Die 93 MitarbeiterInnen in der direkten Betreuungsarbeit verfügen über eine (sozial)pädagogische Qualifikation oder eine Qualifikation als Therapeut/in oder Sozialarbeiter/in.
"RETTET DAS KIND" NÖ in Bildern
Ein Hauptwunsch ist, den Namen „RETTET DAS KIND“ NÖ weitaus bekannter zu machen, als dies zur Zeit der Fall ist. Aktivitäten, die auch die Öffentlichkeit mit in das Geschehen einbeziehen, werden sein: Tage der Offenen Tür, Ausstellungen, Veranstaltungen mit Erika Pluhar (der Mentorin von „RETTET DAS KIND“ NÖ), ein Kurzfilm, ORF-Auftritte, Feste.
Anlässlich des Jubiläumsjahres wagte man sich erstmals an ein neues Präsentationsmittel: den Film. Der Regisseur und Sendungsgestalter beim ORF, Werner Ertel, konnte gewonnen werden, um einen Kurzfilm über „RETTET DAS KIND“ NÖ zu drehen. Dieser hat beim Festakt am 21. April seine Premiere.
Eine 4-Minuten-Fassung dieses Films wird bereits im Vorfeld des Festakts, nämlich am Samstag, dem 14. April, in der ORF-Sendung „Land und Leute“ um 16.25 Uhr in ORF 2 ausgestrahlt werden.
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21.04.2007 |
Festgottesdienst und Festakt „50 Jahre RETTET DAS KIND in Niederösterreich“Im Schloss Judenau |
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02.06.2007 |
Ein Fest der SchlossgeisterTreffen von ehemaligen Kindern des Schülerinternats und Kindern der Außenwohngruppen Im Schloss Judenau |
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14./15.06.2007 |
Fachtagung „Auf die Stärken bauen: Rückblick – Einblick – Ausblick“ Zweitägige Fachtagung im Landhaus St. Pölten gemeinsam mit SOS-Kinderdorf-Wienerwald, das heuer ebenfalls sein 50-Jahr-Jubiläum feiert. |
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22.09.2007 |
SpielefestFür die Kinder und Jugendlichen des Schülerinternats, der Außenwohngruppen und der wg airbag Im Schloss Judenau |
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Herbst 2007 |
Tage der Offenen TürIm Schülerinternat, in den Außenwohngruppen |
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Weiters in Planung |
Promotionevents mit Erika PluharFilmvorführungen Kurzfilm „Wege finden ...“ |
"RETTET DAS KIND" NÖ und seine Zielsetzungen
Wir finden Wege ... Mit diesem Motto, das für das Jubiläumsjahr kreiert worden ist, will „RETTET DAS KIND“ NÖ folgende Botschaft vermitteln. „Unsere Markenzeichen sind: hoher Arbeitseinsatz, Professionalität und Empathie mit den betroffenen Kindern und jungen Menschen, die den Einrichtungen anvertraut sind.“ - „Wir finden Wege, weil Visionen unser Handeln tragen: Die Vision, dass die menschliche Investition in den heranwachsenden jungen Menschen die Basis ist für ein selbstbestimmtes, geglücktes Erwachsenenleben.“
Wir suchen Wege ...
... bei der Unterstützung, wenn Kinder
ihre Schicksale und Lebenssituationenen
bewältigen
Wir finden Wege ...
... indem wir Respekt wahrnehmen –
vor den Persönlichkeiten der einzelnen
Menschen, die uns anvertraut sind
Worum geht es? Um
den Schutz des Kindes. – Um die Wiederherstellung des Kindeswohles. – Um
die Aufrechterhaltung des Kindeswohles.
Dies sind die
gemeinsamen Ziele aller Betreuungsangebote von „RETTET DAS KIND“ NÖ, auch wenn
diese unterschiedliche Schwerpunktsetzungen in ihrer Arbeit haben.
Die
Zielorientiertheit
mit dem Schwerpunkt der Nachhaltigkeit ist ein weiteres Markenzeichen der
Organisation. „Fit machen für später“ - mit diesem Satz will der
Geschäftsführer Dr. Wolfgang Apfelthaler die Intention unterstreichen, dass auch
Kinder mit schweren Lebensschicksalen sich in all ihren Lebensbereichen
wohlfühlen und optimale Entwicklungsmöglichkeiten haben mögen.
Jede
erzieherische, betreuende Handlung, die wir jetzt setzen, soll das „Danach“ in
sich tragen. Gerade als „nur“ temporäre Erziehungsverantwortliche tragen wir
große Verantwortung für die geglückte Entwicklung der jungen Menschen, die uns
anvertraut werden. Wir haben die Chance, Weichen zu stellen und Wege zu
finden.
Wilhelm Rotthaus (ein deutscher Arzt, Therapeut und Autor zahlreicher Bücher)
schreibt: „Kinder sind nicht auf Liebe angewiesen, wie das oft fälschlicherweise
behauptet wird. Wenn sie Aufmerksamkeit und Interesse, Fürsorge und
Unterstützung, Achtung und Wertschätzung erfahren, bekommen sie alles, was sie
für ihr Wohlbefinden und ihre Entwicklung benötigen.“
"RETTET DAS KIND" NÖ und
das
Schloss Judenau
Die Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen im Schloss Judenau (Bezirk Tulln) hat Tradition, die exakt 100 Jahre vor der Gründung von „RETTET DAS KIND“ NÖ beginnt und nun insgesamt bereits 150 Jahre andauert.
Ab 1857 wirkte die „Kongregation der Schulschwestern vom 3. Orden des Heiligen Franziskus“ in Judenau. Diese führte mit Unterbrechungen vor und nach dem zweiten Weltkrieg bis 1951 ein Waisenhaus und Schulen und Ausbildungsstätten für Mädchen im Schloss.
Das Schloss stammt aus dem 13. Jahrhundert. Ab 1701 kam es in den Besitz der Familie Liechtenstein. Mit seinem viertraktigen Bau und den markanten Rundtürmen ist es im Tullnerfeld weithin sichtbar. 1857 kam es über den Nö. Waisenhausfond in quasi Landesbesitz und wurde bis 1951 von den Schulschwestern genutzt. 1994 wurde das Schloss seitens des Landes NÖ in den Besitz von „RETTET DAS KIND“ NÖ übertragen.
Die aufwändige
Sanierung in den Jahren 1982-2004 wurde vom Verein mit Unterstützung von
Subventionen selbst getragen. Das Schloss mit seinen Nebengebäuden und Anlagen
wurde vorbildlich eingerichtet und adaptiert. Vor allem sind die weitläufigen
Parkanlagen und die großzügigen Sportplätze für das Schülerinternat der Stolz
der Schlossanlage.
Umbauarbeiten halten an, die jüngste Investition erfolgte in die komplette Erneuerung der Wasserleitungen.
Seit 1961 beherbergt das Schloss das „Schülerinternat Judenau“. Weiters hat hier das Leitungsbüro der Außenwohngruppen seine Räume. Auch ein Kindergarten hat im Schloss seit 35 Jahren sein Domizil, der 1972 von „RETTET DAS KIND“ NÖ als privater Kindergarten eingerichtet und 1994 zum NÖ Landeskindergarten umgewidmet worden war.


Nicht unerwähnt bleiben sollen zwei historisch interessante Nebengebäude des Schlosses: Im sogenannten „Kapuzinerstöckl“ (aus dem 17. oder 18. Jhd) sind Büros der Verwaltung, Wohnungen, für BetreuerInnen des Internats und das Leitungsbüro der Sozialpädagogischen Familienhilfe eingerichtet. Im ehemaligen Schwesternhaus, einem Jugendstilnebengebäude (1911 errichtet), mit der jetzigen Bezeichnung „Villa“, befinden sich Garconnieren für ältere Jugendliche des Schülerinternats.
Geschichte von „RETTET DAS KIND“
Eine Kinderfigur
mit ausgestreckten Armen in einem Kreis, der es schützend umfängt. Dieses Symbol
ist das Markenzeichen aller RETTET DAS KIND - Gesellschaften, die weltweit bereits
seit 1919 als
Kinderhilfsorganisationen ihre Tätigkeiten ausüben.
Die erste Rettet
das Kind-Gesellschaft wurde 1919 durch die Engländerin Eglantyne Jebb und ihrer
Schwester als „British Save the Children Funds“ in London gegründet. Dieser
Gesellschaft verdanken wir den ersten Meilenstein in der Entwicklung von
festgeschriebenen Kinderrechten: Die Deklaration „Genfer Erklärung über die
Rechte der Kinder“
wurde 1924 vom Völkerbund angenommen. Diese Deklaration wurde
in den folgenden Jahrzehnten weiterentwickelt und mündete
schließlich in die
1989 von der UNO beschlossenen und bis heute gültigen
„UN-Kinderrechtskonvention“.1956 kam es zur
Gründung der österreichischen Gesellschaft „Rettet das Kind“.
1957 erfolgte die Einrichtung von Landesverbänden in den Bundesländern.
Die konstituierende Sitzung in Niederösterreich fand am 19. Juni 1957 statt. Der Verein nannte sich damals „N.ö. Landesverband der Österreichischen Gesellschaft Rettet das Kind“.
Am Beginn stand die Herausforderung, an der Versorgung der tausenden ungarischen Flüchtlingsfamilien, die 1956 hilfesuchend nach Österreich geströmt waren, mitzuarbeiten.
„RETTET DAS KIND“ NÖ fand damals sein bis heute gültiges Stammhaus im Schloss Judenau (Bezirk Tulln) und übernahm die Betreuung der dort untergebrachten 200 ungarischen Kinder.
Als das Aufgabengebiet als Kinderhilfsorganisation seine Bedeutung verlor, entwickelte „RETTET DAS KIND“ NÖ seinen Arbeitsschwerpunkt in der Jugendwohlfahrt.
Die einzelnen Bundesländerorganisationen „RETTET DAS KIND“ in Österreich haben ihre Arbeitsfelder in der Behindertenbetreuung und in der Jugendwohlfahrt. Sie sind autonome und unabhängig voneinander agierende Vereine. NÖ zählt zu den größten.